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Weiß, Marco (2003): Wirkung von Enterococcus faecium auf den Organismus neonataler Hundewelpen. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

The present study aimed to investigate the effect of oral administration of a probiotic containing Ec. faecium (Total concentration 1 x 108 cfu / 100 g dry matter of feed) on the development and health status of hand reared beagle puppies. For this experiment each control group, respectively each trial group consisted of 6 puppies. The trial began on day 3 after the birth of the puppies in order to ensure sufficient intake of colostrum, and ended on day 98. General health status, clinical parameters, daily feed intake, weight gain, amount of faeces and faeces consistency were recorded. Apart from that 8 blood samples were taken to determine immune status, and 4 for establishing blood parameters. Faeces samples were taken continually in order to determine the dry matter. At 4 different periods there were microbiological analyses as well as a determination of lactate and ammonia in each individual puppy’s faeces. To determinate a specific immune response, humane serumalbumin (hsa) was applied in week 8 and 12, and the serum concentration of total IgG, IgA and specific antibodies against hsa were measured. The probiotic affected the puppies´ general health status slightly negatively during the first 8 days of the trail, resulting in sleepiness, yawning, reduced suckling, reduced muscular tone and reduced feed intake. Besides that no negative effects of the probiotic on the puppies´ health were discovered. The feeding of Ec. faecium did neither influence weight gain nor feed intake. The trail group showed a 6.5 % better feed conversion during the period of mixed feeding with Pedigree® and milk-replacer. No effect of the probiotic on red blood cells and thrombocytes was discovered, but the trial group showed on average a tendentious higher count on lymphocytes, neutrophil granulocytes and monocytes. Ec. faecium feeding resulted possibly in a raised number of macrophages, and herewith monocytes, a stronger immune response with more lymphocytes and a higher phagocytotic activity of neutrophil granulocytes. The lower IgG serum concentration of the trail group from week 2 on could be related to the probiotic, higher average values of IgA in week 2 and 4 suggested a stimulation of mucosal immunity by the additive. In the trial group, the probiotic feeding seemed to result in a higher count of total aerobe bacteria with a lower share of E. coli, in higher Enterococcus counts and throughout lower shares of Cl. perfringens positive animals. These facts are as desirable for the maintenance of the intestinal eubiosis, as is the discovery of a higher average count on Lactobacillus spp. in the trail group. The count on aerobe bacteria, Cl. perfringens, Enterococcus spp. and Lactobacillus spp. decreased with ongoing age of the puppies. In the period of milk-replacer feeding, probiotic feeding seemed to result in a decrease of fecal dry matter. Considering the high spread of single values, no significant effect of Ec. faecium on fecal lactate and ammonia concentration was discovered, although the probiotic seemed to lower fecal ammonia concentration at the beginning of the trail.

Abstract

In der vorliegenden Studie wurde der Effekt der oralen Gabe eines Probiotikums bestehend aus Ec. faecium (Konzentration 1 x 108 KbE pro 100 g Futtertrockensubstanz) auf die Entwicklung und den Gesundheitsstatus mutterlos aufgezogener Beaglewelpen untersucht. Dazu wurden je 6 Welpen einer Kontrollgruppe bzw. einer Versuchsgruppe zugeteilt. Der Versuch begann an Tag 3 nach Geburt der Welpen, so dass eine ausreichende Kolostrumaufnahme gewährleistet war, und endete an Tag 98. Allgemeinbefinden, klinische Parameter, tägliche Futteraufnahme, Gewichtszunahme, Kotmenge und Kotkonsistenz wurden erfasst, außerdem wurden 8 Blutproben zur Bestimmung des Immunstatus bzw. 4 zur Anfertigung des Blutbilds gewonnen. Es wurden kontinuierlich Kotproben zur Bestimmung der Trockensubstanz genommen und zu 4 Zeitpunkten eine mikrobiologische Untersuchung, sowie eine Laktat- und Ammoniakbestimmung aus dem Kot jedes Welpen durchgeführt. Zur Bestimmung einer spezifischen Immunantwort wurde in Woche 8 und 12 humanes Serumalbumin (hSa) appliziert und der Gehalt an IgG, IgA und spezifischen Antikörpern gegen hSa im Serum der Tiere gemessen. Während der ersten acht Tage der Untersuchung beeinflußte das Probiotikum das Allgemeinbefinden der Versuchswelpen eher negativ. Dies äußerte sich in Müdigkeit, Gähnen, geringer Sauglust, geringem Muskeltonus und geringer Futteraufnahme. Abgesehen davon konnten jedoch keine abträglichen Effekte des Probiotikums auf den Gesundheitsstatus der Welpen festgestellt werden. Die Zulage von Ec. faecium wirkte sich auf Gewichtszunahme und Futteraufnahme nicht aus. In der Beifutterperiode lag bei der Versuchsgruppe die durchschnittliche Futterverwertung um 6,5 % höher. Während kein Effekt des Probiotikums auf rote Blutkörperchen und Thrombozyten festgestellt werden konnte, wies die Versuchsgruppe zu den meisten Zeitpunkten eine tendenziell höhere durchschnittliche Zahl an Lymphozyten, neutrophilen Granulozyten und Monozyten auf. Ec. faecium führte somit möglicherweise zu einer erhöhten Zahl an Makrophagen, und somit Monozyten, einer stärkeren Immunantwort mit höheren Lymphozytenzahlen, bzw. einer erhöhten Phagozytoseaktivität durch neutrophile Granulozyten. Die ab Woche 2 etwas niedrigere IgG Konzentration im Serum der Versuchsgruppe könnte auf das Probiotikum zurückzuführen sein, höhere durchschnittliche IgA Werte in Woche 2 und 4 wiesen auf eine Stimulierung der Schleimhautimmunität durch den Zusatzstoff hin. Ein Einfluß auf die spezifische Immunantwort gegen hSa war nicht zu erkennen. Das Probiotikum schien im Kot der Versuchstiere zeitweise zu einer höheren aeroben Gesamtkeimzahl mit niedrigerem Anteil an E. coli, zu höheren Enterokokkenzahlen und durchgehend zu einem niedrigeren Anteil Cl. perfringens positiver Tiere zu führen. Dies ist für den Erhalt der Eubiose im Darm ebenso wünschenswert, wie die bei der Versuchsgruppe durchgehend festgestellte höhere durchschnittliche Zahl an Laktobazillen. Die hohe Streuung aller Keimzahlen bei den Einzeltieren ist zu berücksichtigen. Die Zahl an aeroben Keimen, Clostridium perfringens, Enterococcus spp. und Lactobacillus spp. nahm mit zunehmendem Alter der Welpen ab. In der Milchaustauscherperiode schien das Probiotikum tendenziell zu einer Verminderung der Trockensubstanz im Kot beizutragen. Ein signifikanter Einfluß von Ec. faecium auf die Konzentration von Laktat und Ammoniak im Kot konnte nicht beobachtet werden, wobei die hohe Streuung der Einzelwerte zu berücksichtigen ist. Dennoch schien das Probiotikum zu Versuchsbeginn den Ammoniakgehalt im Kot tendenziell zu senken.