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Raith, Karina (2010): Kontinuierliche EEG Überwachung für die Therapie von Hunden und Katzen im Status epilepticus. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

Goal of this case series was to describe the management of Status epilepticus in dogs and cats with the aid of continuous electroencephalographic (EEG) monitoring. Ten patients (7 dogs, 3 cats) with SE of differing etiology (idiopathic epilepsy, n=3; toxicity, n=4; meningoencephalitis, n=2; undefined, n=1) were included in the study. The EEG was recorded continuously from five stainless steel needle-electrodes inserted subcutaneously. Animals were treated with diazepam and phenobarbital followed by either propofol (n=3) or pentobarbital (n=7) at a continuous rate of infusion. Clinical seizures stopped after induction of anesthesia in each animal. The EEG, however, still showed distinct epileptiform patterns (spikes, polyspikes) in all animals. Paroxysms were suppressed by increasing the infusion rate of either pentobarbital or propofol. A burst-suppression pattern was achieved in 5 animals. Electroencephalographic epileptiform activity reappeared in 4 animals when attempting to taper the dose after > 6 hours of anesthesia. This was interpreted as ongoing EEG seizure activity and an increased risk for clinical seizures, and the anesthetic dosage was adjusted accordingly. We conclude that continuous EEG monitoring appears to be a useful tool for therapeutic monitoring of SE in dogs and cats. It allows the detection of EEG seizures without the appearance of clinical seizures. Further investigations with blinded investigators and homogeneous animal groups to define therapeutic endpoints are warranted.

Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Beschreibung des Managements und der Therapie eines Status epilepticus mit Hilfe kontinuierlicher EEG-Ableitungen. Es wurden zehn Patienten (sieben Hunde, drei Katzen) im Status epilepticus untersucht. Ursache des Status waren unterschiedlich (idiopathische Epilepsie, n=3; Vergiftung, n=4; Meningoencephalitis, n=2; unbekannter Genese, n=1). Das EEG wurde kontinuierlich mittels fünf rostfreier subkutan angebrachter Stahlelektroden abgeleitet. Alle Tiere wurden initial mit Diazepam und Phenobarbital behandelt und wegen nicht unterdrückbarer Anfallsaktivität entweder mit Propofol (n=3) oder Pentobarbital (n=7) als kontinuierliche intravenöse Infusion in Narkose gehalten. Die klinischen Anfälle stoppten nach der Induktion der Narkose bei jedem Tier. Das EEG zeigte jedoch immer noch vereinzelt epilepsietypische Aktivität (spikes, polyspikes) bei jedem Tier. Die Paroxysmen verschwanden, als die Infusionsrate von Pentobarbital oder Propofol erhöht wurde. Bei 5 Tieren wurde ein Burst Suppression Pattern (BSP) erreicht. Als versucht wurde, die Infusionsrate nach mehr als 6 Stunden zu reduzieren, trat erneut epileptische Aktivität im EEG auf. Dies wurde als anhaltende EEG-Anfälle mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung zu klinischen Anfällen interpretiert. Die Überwachung von Patienten im Status epilepticus mittels EEG erscheint sinnvoll, um den Effekt der Therapie zu kontrollieren. Das EEG gibt die Möglichkeit, epileptische Aktivität des Gehirns frühzeitig zu erkennen, ohne dass klinische Anfälle auftreten. Weitere Studien mit geblindeten Untersuchern, homogener Patientengruppe und mit Fokus auf Einflussparameter auf das EEG sind notwendig, um die Untersuchung zu einer Routineuntersuchung zu machen.