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Schwenk-von Heimendahl, Anand Andreas (2009): Beurteilung des Kurzzeiteffektes transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) in der Therapie schmerzhafter Kraniomandibulärer Dysfunktionen: Eine randomisierte, placebokontrollierte, prospektive klinische Studie. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Ziel dieser randomisierten, placebokontrollierten, klinischen Studie war die Untersuchung des Kurzzeiteffektes transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) im Burst-Modus in der Therapie schmerzhafter Kraniomandibulärer Dysfunktionen (CMD). Untersucht wurden die Parameter Schmerzreduktion, Verbesserung der Unterkiefermobilität und das subjetive Erfolgsgefühl der Patienten/innen (n=15 pro Gruppe). Im Placebovergleich führte eine 30-minütige TENS-Behandlung im Burst-Modus (Einstellungsparameter: Asymmetrischer Bi-Phasen-Rechteckimpuls/Impulsdauer 80 Mikrosekunden/9 Impulse pro Burst mit einer Frequenz von 100 Hz/2 Bursts pro Sekunde/Individuell regelbare Impulsamplitude nach dem subjektiven Erfolgsempfinden/Maximale Spannung 9 V) zu einer statistisch hochsignifikanten unmittelbaren Schmerzreduktion (alpha=0,000), aber nicht zu einer kompletten Schmerzfreiheit. Die Dauer der Schmerzreduktion war kurzzeitig (1 h) und trat bei 20 Prozent der Patienten/innen nicht auf. Ferner konnte im Placebovergleich eine statistisch signifikante Steigerung der maximalen Mundöffnung ohne Schmerz (alpha=0,002) sowie der Protrusion (alpha=0,040) beobachtet werden. Wie lange diese Steigerung anhielt, lässt sich mit dieser Studie nicht beantworten. Die subjektive Patientenzufriedenheit war im Placebvergleich 24 h nach der TENS im Burst-Modus-Behandlung signifikant höher (alpha=0,046). TENS im Burst-Modus mit den in der Studie untersuchten Stimulationsparameter kann als eine adjuvante therapeutische Maßnahme in der symptomatischen Therapie schmerzhafter Kraniomandibulärer Dysfunktionen empfohlen werden.