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Seybold, Monika (2009): Möglichkeiten und Grenzen eines Gesundheits-Monitoring-Programmes in Ferkelerzeugerbeständen. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

The goal of this study was to examine the suitability of five disease agents that are essential in swine production, in a health monitoring program. Not only the selected disease agents and the diagnostic methods were examined but also the sample size. Four market trading companies from Lower Saxony and Schleswig-Holstein provided 38 farrowing farms for the study, and sampling was done on a quarterly basis. Fifteen blood samples were taken from sows every time and serologically examined for Salmonella and in one quarter only PCV2 was tested. A total of fifteen blood samples from feeder pigs were serologically examined for Salmonella in the first and second quarter. In the course of the following testings, instead of blood probes 20 faecal samples were pooled to create four samples which were bacteriologically examined. Additionally, 30 blood probes from three growing stages were examined for antibodies against PCV2 using Ingezim PCV IgG/IgM ELISA. Twenty nasal swabs were pooled to create four samples that were tested for the EU and US strains of PRRSV. Furthermore, the four pooled faecal samples were examined for Brachyspira spp. using Multiplex-PCR, and the probes from the first two quarters were also examined for Campylobacter spp.. The farms were assigned into one of four categories, 0 to 3, based on their results from the serological examination for Salmonella and similar to those of the Salmonella VO and QS. Based on the sow results, 10.8% of the farms were in the category 0, 67% in the category 1 and the rest of the farms fell into the categories 2 and 3. Feeder pigs from three farms were placed in the category 1 and the rest were assigned the category 0. In the following bacteriological examination, Salmonella was identified in ten farms. The bacteriological examination method was better in the flatdeck when compared to the serological method. The serological examination of the sows proved to be effective for a health monitoring program. Antibodies for PCV2 were found in the sows in all farms, which confirms its ubiquitous distribution. No seroconversion could be identified in the weaner-to-feeder pigs in 10 farms. Many farms began piglet vaccination during the project. It was noted that the vaccination influenced the results of the Ingezim ELISA in these farms and that an examination is not necessary. This test can be well implemented in a monitoring program in farms that do not vaccinate. However, this test also identifies maternal antibodies and this needs to be taken into consideration when interpreting results. B. hyodysenteriae could not be identified in any farms. Other Brachyspira species that occur in swine could not be identified with the exception of B. innocens that was found in two farms. PCR appears to be a suitable diagnostic tool for a health monitoring program. The examination for Campylobacter spp. showed a wider distribution of C. coli, and 89.4% of the farms tested positive. C. jejuni could only be found as a coinfection with C. coli in one farm. In four farms, no Campylobacter sp. could be identified. In this case, PCR is also suitable for examining faecal samples. The outcome of the PRRSV examination showed highly differing results in every test period. 78.9 % of the farms altered their status during the project. This infers that the sample size was inadequate in order to determine the actual status of the farm. Moreover, a significant correlation between vaccine strain and the PCR results was observed. The PCR only differentiated between both genotypes but not between field and vaccine strains. However, a differentiation is advisable for a health monitoring program. Alternatively, the examination for PRRSV-free nucleus farms could be restricted and simply the vaccine status could be documented in other production units.

Abstract

Ziel dieser Arbeit war, fünf wesentliche Krankheitserreger der Schweineproduktion auf ihre Eignung im Rahmen eines Gesundheits-Monitoring-Programmes hin zu untersuchen. Dabei sollten sowohl die ausgewählten Krankheitserreger, die verwendeten labordiagnostischen Methoden als auch die Probenanzahl beurteilt werden. Vier Erzeugergemeinschaften bzw. Vermarktungsorganisationen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein stellten insgesamt 38 Ferkelerzeugerbetriebe zur Verfügung, von denen quartalsweise Proben gewonnen wurden. Pro Untersuchungsdurchgang wurden von 15 Sauen Blutproben genommen, die serologisch auf Salmonellen und in einem Durchgang serologisch auf PCV2 untersucht wurden. Von Aufzuchtferkeln wurden im ersten und zweiten Durchgang jeweils 15 Blutproben serologisch auf Salmonellen untersucht. In den folgenden Durchgängen wurden anstatt Blutproben vier Poolproben à fünf Kotproben bakteriologisch untersucht. Zudem wurden in allen Durchgängen 30 Blutproben von drei Altersgruppen mithilfe des Ingezim PCV IgG/IgM ELISA auf Antikörper gegen PCV2 untersucht. 20 Nasentupfer wiederum zu vier Poolproben zusammengefasst wurden auf den EU- und US-Stamm von PRRSV getestet. Außerdem wurden vier Pools à fünf Kotproben mittels Multiplex-PCR auf Brachyspiren, sowie in den ersten beiden Durchgängen auf Campylobacter spp. untersucht. Anhand der Ergebnisse der serologischen Untersuchung auf Salmonellen wurden die Betriebe in vier Kategorien 0 bis 3 vergleichbar mit der Salmonellen VO und QS eingeteilt. Dabei befanden sich bei den Sauen 10,8% der Betriebe in Kategorie 0, 67% in Kategorie 1 und die restlichen Betriebe in Kategorie 2 und 3. Bei den Aufzuchtferkeln befanden sich drei Betriebe in Kategorie 1, die restlichen in Kategorie 0. In der folgenden bakteriologischen Untersuchung konnten in zehn Betrieben Salmonellen nachgewiesen werden. Die bakteriologische Untersuchungs-methode war im Bereich des Flatdecks sicherer als die serologische Untersuchung. Bei den Sauen hat sich der serologische Nachweis im Rahmen eines Monitoring bewährt. In allen Betrieben wurden bei Sauen Antikörper gegen PCV2 gefunden, was die ubiquitäre Verbreitung des Erregers bestätigt. Bei den Aufzuchtferkeln konnte in 10 Betrieben keine Serokonversion nachgewiesen werden. Viele Betriebe begannen während des Projektzeitraumes mit der Ferkelimpfung. Bei diesen Betrieben konnte festgestellt werden, dass die Impfung die Ergebnisse des Ingezim ELISA beeinflusst und eine Untersuchung von Impfbetrieben nicht notwendig ist. In Betrieben, die keine Impfung einsetzen, kann dieser Test im Rahmen eines Monitoring Programmes gut eingesetzt werden. Allerdings müssen bei der Interpretation auch maternale Antikörper, die der Test nachweist, berücksichtigt werden. B. hyodysenteriae konnte in keinem der Betriebe nachgewiesen werden. Von den weiteren beim Schwein vorkommenden Brachyspiren konnte nur in zwei Betrieben B. innocens isoliert werden. Die PCR scheint im Rahmen eines Monitoring Programmes ein geeignetes Diagnostikum zu sein. Die Untersuchung auf Campylobacter spp. ergab eine weite Verbreitung von C. coli, worauf 89,4% der Betriebe positiv getestet wurden. C. jejuni konnte nur in einem Betrieb als Koinfektion mit C. coli gefunden werden. In vier Betrieben konnten keine Campylobacter sp. nachgewiesen werden. Auch hier eignet sich die PCR zur Untersuchung von Kotproben. Die Ergebnisse der Untersuchung auf PRRSV ergaben von Durchgang zu Durchgang stark wechselnde Befunde. 78,9% der Betriebe änderten ihren Status während des Probenzeitraumes. Dies ließ darauf schließen, dass die Probenanzahl zu gering war, um den tatsächlichen Status der Betriebe zu erfassen. Weiterhin wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen Impfstämmen und den Ergebnissen der PCR festgestellt. Die PCR unterschied nur die beiden Genotypen, nicht jedoch Feld- und Impfstamm. Im Rahmen eines Monitoring Programmes wäre eine Unterscheidung aber anzuraten. Alternativ könnte die Untersuchung auf PRRS-freie Zuchtbetriebe beschränkt und auf anderen produzierenden Betrieben lediglich der Impfstatus erfasst werden.